Arbeitsgemeinschaft „Hausarbeiten“


Seit diesem Schuljahr haben wir in der Grundschule eine neue AG: „Hausarbeiten“.

In dieser AG tun wir einfach alles, was in einem Haushalt anfällt: nähen, kochen, backen, Dekoration basteln, flechten, knoten und natürlich Gartenarbeit. Schon vor einigen Jahren haben wir auf der Grünfläche hinter dem Schulgebäude eine Fischform mit Tulpen gestaltet. Vom „Schulbiologische Zentrum“ haben wir damals viele Zwiebeln bekommen. In diesem Jahr wollen wir auch die Innenfläche des Fisches mit Blumen und Stauden bepflanzen. Während der Hausarbeiten-AG haben die Kinder der 1. Klasse diese Fläche sorgfältig bearbeitet und besät.

Da viele Kinder nicht in Wohnungen und Häusern mit Garten wohnen, wollen wir ihnen zeigen, dass man auch auf kleinem Raum, auf der Fensterbank, dem Balkon oder der Terrasse, einen Garten anlegen und eigene Früchte ernten kann. Dafür haben wir Europaletten, Pflanzsäcke und –töpfe und viel Erde besorgt. Die Erde haben wir von einem Landwirt aus Gudensberg bekommen. Schon im Frühjahr habe ich als AG Leiterin Pflanzen vorgezogen und Samen gekauft. Während der AG haben die Kinder der 2. und 3. Klasse diese Säcke und Töpfe mit Erde befüllt. Die Kinder arbeiteten die Erde zunächst sorgfältig vor. Da sie sehr lehmig war, haben wir sie mit Sand aus dem Sandkasten vermischt. Dann haben die Kinder die vorgezogenen Kürbis-, Paprika-, Kraut- und Blumenpflänzchen eingepflanzt. Und den Samen für vielerlei Blumen eingesät. Vom „Schulbiologischen Zentrum“ in Kassel haben wir zusätzlich Pflanzerde und verschiedene Kräuter bekommen. Auch die haben wir eingepflanzt. Besonders gespannt sind wir auf die „Kartoffeln aus dem Sack“: In einen hohen Pflanzsack haben wir ca. 10 cm Erde gegeben. Da hinein haben wir vier Saatkartoffeln gesteckt. Inzwischen sind diese Kartoffeln gekeimt und gewachsen. Also haben wir wieder ca. 10 cm Erde hinzugefügt. Wieder sind die Pflanzen gewachsen und wir haben wieder 10 cm Erde um die Pflanzen gehäuft. Das haben wir wiederholt, bis der Sack voll war. Jetzt warten wir, bis die Kartoffelpflanzen im Herbst ausgewachsen und verwelkt sind. Dann soll der Sack voller Kartoffeln sein. Wir warten gespannt ab. Täglich schauen wir voll Sorge auf die bepflanzten und besäten Töpfe, Säcke und das Beet im Fisch. Das andauernde Regenwetter erspart uns zwar das Gießen, aber leider gibt es dadurch sehr viele Schnecken. Fast alle Keimlinge und jungen Pflänzchen wurden schon von den Schnecken angeknabbert und zum Teil völlig abgefressen. Auch das ist eine Erfahrung, die wir den Kindern nicht ersparen können. Wir hoffen, dass es doch manche Pflanzen überstehen und zu Früchten und Blumen heranwachsen.

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